Seit dem 1. Mai 2014 wurde das Aufbauseminar für Punkteauffällige (ASP) durch das Fahreignungsseminar (FES) abgelöst.

Das Fahreignungsseminar besteht aus einer verkehrspädagogischen (Fahrlehrer, Inhaber der Seminarerlaubnis Verkehrspädagogik) und einer verkehrspsychologischen (Verkehrspsychologe, Inhaber der Seminarerlaubnis Verkehrspsychologie) Teilmaßnahme. Die Teilmaßnahmen müssen durch gegenseitige Information der jeweiligen Seminarleiter abgestimmt werden.

Ziel der verkehrspädagogischen Teilmaßnahme ist die Vermittlung von Kenntnissen zum Risikoverhalten, die Verbesserung der Gefahrenkognition, die Anregung zur Selbstreflektion und die Entwicklung von Verhaltensalternativen. Sie umfasst zwei Module à 90 Minuten, umfasst verbindlich vorgeschriebene Bausteine und richtet sich nach Anlage 16 der FeV. Der zeitliche Abstand der Module beträgt mindestens eine Woche. Die verkehrspädagogische Teilmaßnahme kann als Einzelmaßnahme oder in Gruppen von bis zu sechs Teilnehmern durchgeführt werden.

Ziel der verkehrspsychologischen Einzelmaßnahme ist, dem Teilnehmer Zusammenhänge zwischen auslösenden und aufrechterhaltenden Bedingungen des regelwidrigen Verhaltens aufzuzeigen. Sie soll beim Teilnehmer Reflektionsbereitschaft erzeugen und Veränderungsbereitschaft schaffen. Sie umfasst zwei Sitzungen à 75 Minuten (Mindestabstand drei Wochen) und ist als Einzelmaßnahme durchzuführen.

Die Durchführung der Teilmaßnahme unterliegt der Überwachung und Qualitätssicherung nach § 43 der FeV. Des Weiteren wird das Fahreignungsseminar durch die Bundesanstalt für Straßenwesen fünf Jahre wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Die Evaluierung hat insbesondere zu untersuchen, ob das Fahreignungsseminar eine verhaltensverbessernde Wirkung im Hinblick auf die Verkehrssicherheit hat.

 

Voraussetzung

1 bis 5 Punkte im Fahreignungs-Bewertungssystem (ehemals Verkehrszentralregister in Flensburg)

 

Punkteabbau

max. 1 Punkt



Inhalte (verkehrspädagogischen Teilmaßnahme)

Modul 1
        Ablauf & Seminarüberblick
        Individuelle Fahrkarriere und Sicherheitsverantwortung
        Individuelle Mobilitätsbedeutung
        Erläuterung des Fahreignungs-Bewertungssystems
        Verkehrsregeln und Rechtsfolgen bei Regelverstößen
        Übung zur Klärung der individuellen Mobilitätssituation
        Übung zur Selbstbeobachtung
        Auswertung der Hausaufgaben
        Risikoverhalten und Unfallfolgen
        Individuelle Sicherheitsverantwortung

 

Modul 2
        Auswertung der Hausaufgaben
        Risikoverhalten und Unfallfolgen
        Individuelle Sicherheitsverantwortung


Dauer
    verkehrspädagogischen Teilmaßnahme
        2 Sitzungen zu je 90 Minuten
    verkehrspsychologische Teilmaßnahme
        2 Sitzungen zu je 75 Minuten

 

Teilnehmer

Kleingruppe bis max. 6 Personen oder auch als Einzelseminar möglich

 

nächster Beginn

Derzeit sind keine Termine veröffentlicht.
Für Einzelseminare können individuelle Termine unter Tel: 05529 1769  Mobile: 0151 - 117 107 09 vereinbart werden.

 

Abschluss

Um eine Teilnahmebescheinigung zu erhalten, ist eine vollständige und aktive Teilnahme, an den Sitzungen und Hausaufgaben notwendig.

 

Veranstaltungsort

  • verkehrspädagogischen Teilmaßnahme
    • bei uns im Haus

  • verkehrspsychologische Teilmaßnahme
    • Verkehrspsychologen

 

 

Tilgungsregelung zum Punkteabbau

1 Punkt: Zwei Jahre und sechs Monate
2 Punkte: Fünf Jahre
3 Punkte: Zehn Jahre

 
Die früher geltenden Regelugen der Tilgungshemmung (ein neuer Verstoß innerhalb der Tilgungsfrist hemmt deren Tilgung) entfallen.